Last but not least: Der Abschlussbericht

Drei Jahre lang hat das Team von KomMA-P geforscht, diskutiert, ausgewertet, Theorien bestätigt oder über den Haufen geworfen, Feedback von den Zielgruppen eingeholt und Ergebnisse in Handlungsempfehlungen gegossen.

Am Ende kann man sagen: Die Mühe hat sich wirklich gelohnt!

Für alle, die nochmal nachlesen wollen, was KomMA-P genau gemacht hat, was der Antrieb für das Forschungsprojekt war und vor allem, was am Ende herausgekommen ist, gibt es unseren Abschlussbericht.

Zum Abschlussbericht

Viel Spaß beim Lesen!

Der Ergebnissbericht der deutschlandweiten Befragung nun online

Im Rahmen einer deutschlandweiten Befragung wurden im Mai und Juni 2015 unterschiedliche Facetten der Wahrnehmung der Energiewende durch die Bevölkerung abgefragt und anschließend ausgewertet.

Der vollständige Bericht des bundesweiten Surveys zur Wahrnehmung der Energiewende steht Ihnen nun unter diesem Link zur Verfügung.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden sie hier.

Abschlusssymposium | Präsentationen des Symposiums nun online

Das Forschungsprojekt »KomMA-P | Akzeptanz der Energiewende stärken« wurde mit einem spannenden Symposium am 30. Juni in Berlin abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, was Stadtwerke und Kommunen konkret anpacken müssen, um die Herausforderungen einer bürgernahen Energiewende zu meistern. Die Forscher*innen von KomMA-P gaben Einblicke in ihre Ergebnisse und stellen ihre Handlungsempfehlungen vor und zur Diskussion. Darüber hinaus kamen Gabriele Krater von der Landesregierung NRW und Marco Krasser von der SWW Wunsiedel zu Wort und gaben wertvolle Einblicke in ihre Praxis.
Für alle, die nicht am Abschlusssymposium teilnehmen konnten, stehen die Präsentationen nun online zur Verfügung.

Sebastian Goelz: Akzeptanz der Energiewende stärken – Ziele, Herausforderungen und Partner
Marco Krasser: Der Wunsiedler Weg – Energie
Doris Fuchs: Partizipation im urbanen Raum
Marco Sonnberger und Michael Ruddat: Akzeptanz von Energieinfrastrukturen
Sebastian Goelz und Marian Klobasa: Wie sieht eine Energiewende mit erhoehter gesellschaftlicher Akzeptanz aus?

Abschlussveranstaltung: KomMA-P stellt Ergebnisse in Berlin vor

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts KomMA-P zeigen, dass Stadtwerke und Kommunen Vorreiter für die Beteiligung der Bürger an der Energiewende sind. Damit sie dieses Potential nutzen können, brauchen sie aber neue Kompetenzen, Strategien und Dienstleistungen. Auf dem KomMA-P-Symposium am 30. Juni in Berlin wurden Antworten und Anregungen auf die Frage gegeben, wie Stadtwerke und Kommunen eine bürgernahe Energiewende konkret meistern können.

Das Team von KomMA-P stellte nach der Begrüßung und einer thematischen Einführung ihre Forschungsergebnisse vor. Mit der Vorstellung des Akzeptanzsurveys erfuhren die Gäste, welche Zielgruppen angesprochen werden müssen, um die Unterstützung für die Energiewende langfristig zu sichern. Im zweiten Vortrag wurden die Herausforderungen lokaler Beteiligungsoptionen beleuchtet und unter welchen Voraussetzungen die Menschen bereit sind, bei der Energiewende mitzumachen. Anschließend hörten die Gäste, wie die verschiedenen Energieszenarien in der Bevölkerung bewertet werden.

Am Nachmittag wurde in zwei parallelen Foren konkrete Handlungsempfehlungen für Akteure der Energiewende, die das Forschungsprojekt aus seinen Ergebnissen abgeleitet hat, vorgestellt und diskutiert. In der Abschlussdiskussion zogen die Forscher*innen eine positive Bilanz aus der Arbeit der vergangenen vier Jahre KomMA-P und betonten den so wichtigen interdiziplinären Ansatz. Die Gäste bekamen die Gelegenheit noch offene Fragen zu stellen. In der gemeinsamen Abschlussdiskussion zeigte sich, dass der Erkenntnisgewinn an diesem Tag auf beiden Seiten groß war.

Hier finden Sie den vollständigen Veranstaltungsbericht

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Programm des Symposiums am 30.06. verspricht interessante Einblicke und Diskussionen

Das Programm für das Abschlusssyposium „Kommunale Energiewende – Wie können sich Stadtwerke neu positionieren?“ steht.

Auf dem Symposium am 30.6. in Berlin werden Antworten und Anregungen auf die Frage geliefert, was Stadtwerke und Kommunen konkret anpacken müssen, um die Herausforderungen einer bürgernahen Energiewende zu meistern. Forscherinnen und Forscher von KomMA-P geben Einblicke in ihre Ergebnisse und stellen ihre Handlungsempfehlungen vor und zur Diskussion.

Am Donnerstag, 30.06.2016, 10-16 Uhr im Fraunhofer Forum, Spreepalais am Dom, 
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, Berlin

Anmeldung unter: http://www.energiewende-akzeptanz.de/einladung

Das Programm finden Sie hier.

 

 

KomMA-P diskutiert Forschungsergebnisse mit Bundestagsabgeordneten

Ein zentrales Ziel des Forschungsprojekts KomMA-P ist es, Entscheidungsträger*innen aus Politik und Gesellschaft bei der Umsetzung der Energiewende zu beraten. Am 31. Mai 2016 kamen daher im Fraunhofer-Forum in Berlin erneut Forscher*innen des Projekts zu einem Gespräch mit Bundestagsabgeordneten und Mitarbeiter*innen des Bundestags zusammen.

Die Veranstaltung „Was Sie über die Energiewende wissen müssen …“ knüpfte an das erste parlamentarische Gespräch im Herbst vergangenen Jahres an und ermöglichte den Gästen, sich über die Fortschritte und aktuellen Ergebnisse des Forschungsprojektes zu informieren.

Das Team von KomMA-P sprach mit den Gästen darüber, wie verschiedene Energieszenarien in der Bevölkerung bewertet werden, unter welchen Voraussetzungen die Menschen bei der Energiewende mitmachen und welche Zielgruppen man ansprechen muss, um die Unterstützung für die Energiewende langfristig zu sichern. Erstmals wurden auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik, die das Forschungsprojekt aus seinen Ergebnissen abgeleitet hat, vorgestellt und diskutiert. Beide Seiten nahmen aus dem Gespräch neue Anregungen für ihre Arbeit mit.

Hier finden Sie den vollständigen Veranstaltungsbericht

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Energieflussvisualisierung: „Der Einsatz lohnt sich“

Vor einem Jahr startete KomMA-P gemeinsam mit der Energiewende GmbH aus Nürnberg die Energieflussvisualisierung: Über ein Internettool können die Bewohner der bayerischen Stadt Wunsiedel seither live verfolgen, wann im Ortsteil Schönbrunn wie viel Strom erzeugt und verbraucht wird. Dadurch sollen sie die Energiewende vor Ort besser verstehen und sich daran beteiligt fühlen. Ob dieses Ziel erreicht wurde und wie das Projekt Energieflussvisualisierung weitergeht, erzählt Anne Haug, Mitarbeiterin der Energiewende GmbH.

Anne Haug (Energiewende GmbH Nürnberg)

Anne Haug (Energiewende GmbH Nürnberg)

Frau Haug, vor einem Jahr ist das Online-Portal zur Energieflussvisualisierung gestartet. Erzählen Sie doch noch mal kurz, was die Idee dahinter war.

Anne Haug: Die Idee war, die dezentrale Energiewende, ihre technischen Zusammenhänge, ihre Herausforderungen und Vorteile einem breiten Publikum zu erklären. Einem Publikum, welches über keinerlei Expertenwissen verfügt. Wir betrachten die Energieflussvisualisierung als niederschwellige Partizipationsform nach dem Motto: „Verstehen, sich eingebunden fühlen, akzeptieren und mitgestalten!“. Konkrete Fragestellungen, die beantwortet werden sollten durch die Visualisierung, sind zum Beispiel: Wann stehen welche Energiequellen in welchem Umfang zur Verfügung? Wie passt das mit dem aktuellen Nutzerverhalten zusammen – oder eben nicht zusammen? Was bedeutet die dezentrale Energiewende für die lokale Wertschöpfung?

Wie kommt das Portal bei den Nutzern an?

Anne Haug: Bei den Stakeholdern, also Stadtwerken und Verbänden, und in der Wissenschaftscommunity sehr positiv. Bei den Nutzern vor Ort haben wir positives wie negatives Feedback bekommen. Die Wunsiedler Bevölkerung, die wir zur Visualisierung befragt haben, stellt aufgrund ihres ohnehin starken Engagements für die Energiewende und ihres großen Vorwissens leider nicht den Durchschnitt der Bevölkerung dar. Toll war, dass sich trotzdem Überraschungseffekte ergaben: Die Bürger waren erstaunt über den hohen Grad an Strom-Selbstversorgung in Schönbrunn. Obwohl die Stadtwerke in Wunsiedel schon sehr nah am Bürger sind, lohnt es sich also trotzdem, ein solches Kommunikationstool einzusetzen und über die Besonderheiten der lokalen Energieversorgung zu informieren. Die Benutzerführung auf der Plattform wurde teilweise kritisiert. Voraussichtlich werden wir diese Kritikpunkte aufnehmen und das Tool entsprechend optimieren. Wir haben auch direkte Anregungen zur Weiterentwicklung bekommen: Viele Leute wünschen sich so ein Tool auf Haushaltsebene. Die Nutzungsstatistik ist für das vergangene halbe Jahr mit mehr als 10 Nutzern pro Tag stabil und für einen 300 Haushalte-Ortsteil meiner Ansicht nach in Ordnung.

Würden Sie nach den bisherigen Erfahrungen sagen, dass sich die Menschen durch Energieflussvisualisierung  stärker an der Energiewende beteiligt fühlen?

Anne Haug: Unsere Erfahrungen und die Meinungen aus dem Forschungsprojekt tendieren in die Richtung: Viele Menschen wollen sich eher nicht an der Energiewende beteiligen oder aktiv dafür engagieren. Die Frage ist so ein bisschen, ob man sich damit zufrieden gibt. Oder sollte man zur Beteiligung motivieren? Ich glaube nicht, dass die Energieflussvisualisierung Letzteres leisten kann. Genau weiß ich es nicht, dazu haben wir keine Erhebungen gemacht, aber ich kann es mir schwer vorstellen. Ich glaube, dass die Energieflussvisualisierung jedoch leisten kann, dass die Menschen das Gefühl bekommen: Die Stadtwerke schaffen Transparenz und bemühen sich um ihre Kunden. Und in dieser Hinsicht fühlen sie sich eingebunden. Ich kann mir außerdem vorstellen, dass das Tool mehr Verständnis und Akzeptanz erzeugt für weitere Energieinfrastrukturmaßnahmen oder neue Tarifstrukturen. Aber das sind alles Vermutungen. In dieser Hinsicht bräuchten wir definitiv noch mehr Erfahrungswerte mit der Visualisierung, insbesondere in Regionen, in denen die Menschen mit dem Thema Energiewende noch nicht so vertraut sind.

Wie geht es mit dem Projekt weiter?

Anne Haug: Die Stadtwerke in Wunsiedel werden die Energieflussvisualisierung in jedem Fall ein weiteres Jahr mit unserer Unterstützung betreiben. Wir sind außerdem dabei, das Tool weiterzuentwickeln. Es wurde so programmiert, dass es auch auf andere Settings übertragbar ist. Wir wollen die Energieflussvisualisierung auf weitere Versorgungsgebiete anpassen und sie dort einsetzen. Stadtwerke oder Kommunen, die Interesse daran haben, können sich gerne bei uns melden.

Hier geht es zur Energieflussvisualisierung

Die Vorbereitungen für das 31. PV-Symposium laufen

Unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, findet in Bad Staffelstein vom 9. bis zum 11. März 2016 das 31. Symposium Photovoltaische Solarenergie statt. Energiewendeforscher und Vertreter der europäischen PV-Industrie werden dort gemeinsam über Solarenergie-Themen wie Rahmenbedingungen, Geschäftsmodelle, Netzintegration und Speichertechnologien diskutieren.

Auch das Team von KomMa-P wird sich auf dem Symposium präsentieren und unter dem Titel „Wie sieht eine Energiewende mit erhöhter gesellschaftlicher Akzeptanz aus?“ Ergebnisse aus der bundesweiten Umfrage und den Szenarienrechnungen vorstellen.

Hier gibt es das komplette Programm zum Download

KomMA-P im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten

Das Forschungsprojekt »KomMA-P | Akzeptanz der Energiewende stärken« will mit seinen Forschungsergebnissen die Politik bei der Umsetzung der Energiewende beraten. Am 30. September 2015 trafen sich im Fraunhofer-Forum in Berlin Forscher*innen des Projekts zu einem Gespräch mit Bundestagsabgeordneten und Mitarbeiter*innen des Bundestags. 2 Stunden lang diskutierten sie anhand der bisherigen Forschungsergebnisse darüber, wie verschiedene Energieszenarien in der Bevölkerung bewertet werden, wie Akzeptanz und Teilhabeangebote miteinander zusammenhängen und unter welchen Voraussetzungen die Menschen bei der Energiewende mitmachen. Die Politiker*innen hatten außerdem die Möglichkeit, den Forscher*innen ihre ganz persönlichen Fragen zum Thema Akzeptanz der Energiewende zu stellen, damit diese in Zukunft bei der Auswertung stärker berücksichtigt werden können. Beide Seiten nahmen aus dem Gespräch neue Anregungen für ihre Arbeit mit. Im Frühjahr wird es eine Fortsetzung des Dialogs geben.

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Artikel von ZIRIUS in der Zeitschrift „Energiewirtschaftliche Tagesfragen“

Michael Ruddat und Marco Sonnberger vom Stuttgarter Institut ZIRIUS haben für die Zeitschrift „et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen“ einen Artikel über Ihre Arbeit im Projekt KomMA-P verfasst. Darin beschreiben sie, wie man die Meinungen zur Energiewende in der Bevölkerung untersuchen kann und welche Erkenntnisse es in diesem Bereich bereits gibt.

Hier gibt’s den Artikel zum Download.