Ausgangssituation

Spätestens seit der Katastrophe in Fukushima ist die Zustimmung zur Energiewende größer denn je – und viele Menschen wünschen sich den Umstieg auf erneuerbare Energien. Bei konkreten Veränderungen hört diese Begeisterung jedoch schnell auf. Windparks und Stromtrassen wollen die Wenigsten vor ihrer Tür haben, moderne Techniken wie Smartmeter erregen Skepsis. Die Energiewende wird aber nur Erfolg haben, wenn die Bürger/innen diesen tiefgreifenden Wandel – auch in ihrer eigenen Lebenswelt – akzeptieren.

Doch unter welchen Bedingungen sind die Menschen dazu breit, die Energiewende zu akzeptieren und zu unterstützen?

Ausgangsidee des Forschungsprojekts ist, dass man den Bürger/innen Möglichkeiten bieten muss, an der Energiewende teilzuhaben, damit sie diese mittragen. Bisher können sie sich nur beteiligen, wenn sie bereit sind, Geld zu investieren und damit zum Beispiel Anteile an Windparks oder Biogasanlagen erwerben oder eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach anbringen. Wem die Mittel dafür fehlen oder das Interesse an einer finanziellen Beteiligung, der bleibt ausgeschlossen. Im Zentrum der Forschung steht deshalb die Frage: Welche niedrigschwelligen Angebote und Instrumente braucht es, damit die Bevölkerung an der Energiewende partizipieren und sie dadurch besser verstehen und akzeptieren kann?