Fraunhofer-Institute veröffentlichen Studie zum Energieaustausch zwischen Europa und Nordafrika

Im Projekt “Supergrid” haben fünf Fraunhofer-Institute gemeinsam erforscht, wie ein Strom- und Verteilernetz erneuerbarer Energien zwischen Nordafrika und Europa aussehen könnte.

Die Institute haben verschiedene Szenarien für erneuerbare Energien in der MENA-Region entworfen, Technologien verglichen und Regulierungsmechanismen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen,dass der steigende Strombedarf in Nordafrika bereits 2050 mit erneuerbaren Energien gedeckt werden könnte. Wichtigste Voraussetzung dafür wäre eine Anpassung der regulativen Rahmenbedingungen sowie die Liberalisierung der Strommärkte.

Die ausführliche Studie des Projekts „Supergrid“ gibt es auf der Website des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Terminankündigung: Symposium

Kommunale Energiewende – Wie können sich Stadtwerke neu positionieren?
Forscherinnen und Forscher geben exklusive Einblicke in ihre Ergebnisse

Am 30. Juni 2016 in Berlin

Das Forschungsprojekt »KomMA-P | Akzeptanz der Energiewende stärken« hat unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in einem interdisziplinären Verbund erforscht, wie die gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende erhöht werden kann.

Die Ergebnisse zeigen, dass Stadtwerke und Kommunen für die Beteiligung der Bürger an der Energiewende eine Vorreiterrolle übernehmen. Damit sie dieses Potential nutzen können, brauchen sie aber neue Kompetenzen, Strategien und Dienstleistungen.

Auf unserem Symposium am 30.6. in Berlin wollen wir Antworten und Anregungen auf die Frage liefern, was Stadtwerke und Kommunen konkret anpacken müssen, um die Herausforderungen einer bürgernahen Energiewende zu meistern.

Donnerstag, 30.06.2016, 10-16 Uhr
im Fraunhofer Forum, Spreepalais am Dom, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, Berlin

Anmeldung unter: http://www.energiewende-akzeptanz.de/einladung

Energiewende-Ausstellung reist um die Welt

Eine vom Auswärtigen Amt gestaltete Wanderausstellung informiert über das Thema Energiewende und lädt zum Dialog über eine nachhaltigere Energieversorgung weltweit ein. In den kommenden Wochen soll sie an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt zu sehen sein.

Deutschland ist mit der Entscheidung, erneuerbare Energien auszubauen und aus der Kernenergie auszusteigen, ein weltweit beachteter Vorreiter. Viele Länder verfolgen die deutsche Energiepolitik mit großem Interesse. Mit einer Wanderausstellung zum Thema Energiewende erklärt das Auswärtige Amt die Umsetzung und die politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Energiewende in Deutschland.

Erste Station war die chinesische Hauptstadt Peking. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Ausstellung am 8. April 2016 an der University of International Business and Economics. An 22 Stationen konnten sich die Besucherinnen und Besucher über die verschiedenen Aspekte der Energiewende und die Meilensteine der Energiepolitik seit der Ölkrise der 1970er-Jahre informieren.

Im Anschluss wird die Ausstellung nach Belgrad weiterreisen, weitere Stationen sind zudem Kapstadt und San Francisco.

Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Website des Auswärtigen Amtes

„Die Akteursvielfalt ist entscheidend für den Ausbau der Erneuerbaren“

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sagte auf der „E-World energy & water, dass der bisherige Ausbau der erneuerbaren Energien maßgeblich auf dem Engagement einer Vielzahl von Personen, Unternehmen und Verbände basiere. „Insbesondere Bürgerenergiegesellschaften haben durch ihre meist lokale Verankerung die Akzeptanz des Ausbaus erneuerbarer Energien gesteigert“, so Baake. „Wir brauchen sie auch in der nächsten Phase der Energiewende.“ Baake will deshalb die Ausschreibungen für Fördergelder für Windenergieanlagen in Zukunft für lokal verankerte Bürgerenergiegesellschaften einfacher machen.

Mehr Infos zum Thema gibt es im aktuellen Newsletter „Energiewende direkt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Energieflussvisualisierung: „Der Einsatz lohnt sich“

Vor einem Jahr startete KomMA-P gemeinsam mit der Energiewende GmbH aus Nürnberg die Energieflussvisualisierung: Über ein Internettool können die Bewohner der bayerischen Stadt Wunsiedel seither live verfolgen, wann im Ortsteil Schönbrunn wie viel Strom erzeugt und verbraucht wird. Dadurch sollen sie die Energiewende vor Ort besser verstehen und sich daran beteiligt fühlen. Ob dieses Ziel erreicht wurde und wie das Projekt Energieflussvisualisierung weitergeht, erzählt Anne Haug, Mitarbeiterin der Energiewende GmbH.

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Die Vorbereitungen für das 31. PV-Symposium laufen

Unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, findet in Bad Staffelstein vom 9. bis zum 11. März 2016 das 31. Symposium Photovoltaische Solarenergie statt. Energiewendeforscher und Vertreter der europäischen PV-Industrie werden dort gemeinsam über Solarenergie-Themen wie Rahmenbedingungen, Geschäftsmodelle, Netzintegration und Speichertechnologien diskutieren.

Auch das Team von KomMa-P wird sich auf dem Symposium präsentieren und unter dem Titel „Wie sieht eine Energiewende mit erhöhter gesellschaftlicher Akzeptanz aus?“ Ergebnisse aus der bundesweiten Umfrage und den Szenarienrechnungen vorstellen.

Hier gibt es das komplette Programm zum Download

35 Prozent des Stroms in Deutschland wurden 2015 aus Erneuerbaren Energien erzeugt

Das Ergebnis einer Datenanalyse zur Stromerzeugung, die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE durchführten, kann sich sehen lassen: Im vergangenen Jahr wurden 35 Prozent des gesamten in Deutschland verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien gespeist. In der Summe 190 TWh produzierten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse. Das sind ca. 30 TWh bzw. ca. 20% mehr als 2014. Der Großteil davon wurde durch Solar- und Windenergieanlagen produziert. Sie liegen damit auf dem zweiten Platz hinter der Braunkohle und noch vor der Steinkohle und Kernenergie.

Mehr Infos zu den Daten des Fraunhofer ISE gibt es unter /www.ise.fraunhofer.de

Die Energiewende auf Länderebene

Wo stehen die Bundesländer beim Ausbau Erneuerbarer Energien? Wer hat in Sachen Energiewende die Nase vorn? Das neue Online-Portal „Föderal Erneuerbar“ der Agentur für Erneuerbare Energie zeigt anhand zahlreicher Daten zur Förderung und Nutzung von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie, wie weit die Energiewende auf Länderebene fortgeschritten ist. Daneben gibt es Best-Practice-Beispiele aus allen Teilen der Republik und Infografiken, Karten und Reports zum Download.

Mehr Infos unter www.foederal-erneuerbar.de

Wissenschaftler von KomMA-P diskutieren mit Politikern über Zukunft der Windkraft

Gegenwind für Windkraft – was tun? Unter diesem Motto lud die Bundestagsfraktion DIE LINKE Energiewende-Expert*innen zu einem Fachgespräch in den Bundestag ein. Daran nahmen auch Dr. Marian Klobasa und Philipp Oehler vom Fraunhofer-Institut ISI teil. Die beiden Forscher, die bei KomMA-P für die Modellierung von Energiewendeszenarien zuständig sind, diskutierten gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen aus Verwaltung und Verbänden und und Politiker*innen darüber, welche Rolle Windenergie in Zukunft spielen soll und wie mit Ant-Windkraft-Protesten der Bürger umgegangen werden kann.

Marian Klobasa und Philip Oehler gaben der interessierten Runde einen Einblick in ihre Arbeit für KomMA-P. Sie stellten ihre Berechnungen für eine regenerative und kostenoptimierte Energiewelt vor und zeigten, wie die Akzeptanz und Beteiligung der Bürger in solche eigentlich techno-ökonomischen Berechnungen einfließen kann.

Weitere Beiträge kamen u.a. von Prof. Dr. Kathrin Ammermann vom Bundesamt für Naturschutz, die ihre Ideen für einen naturverträglichen Energieausbau vorstellte, und von Dr. Rainer Land vom Thünen-Institut, der das Bürgerbeteiligungsgesetz Mecklenburg-Vorpommerns näher betrachtete. Henning Dettmer, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), stellte den Blick der Branche auf Windenergie und Bürgerbeteilgung vor.

Eva Bulling-Schröter, Sprecherin für Energie- und Klimapolitik der Linksfraktion, sagte, das Fachgespräch sei ein erster Schritt, gemeinsam herauszufinden, wie Windenergie in Zukunft vernünftig ausgebaut werden kann und wie Konflikte im Umfeld vermieden oder gelöst werden können.

Ausführlicher Veranstaltungsbericht auf www.nachhaltig-links.de